Hosen, Hemden, Gürtel, Schuhe – wohin mit den großen und kleinen Lieblingsstücken? Wir verraten Ihnen, wie Sie Kleidung gut organisiert und platzsparend im Schrank verstauen.

1. Aussortieren und die Verteilung planen

Sichten Sie Ihre Kleidung, um festzustellen, wie viel Stauraum Sie für welchen Kleidungstyp benötigen. Daraus ergibt sich die Anzahl und Anordnung der Kleiderstangen, Fächer, Boxen etc.

2. Kleidung nach Größe, Art und Jahreszeit trennen
Unterteilen Sie Ihre Mode nach Sommer, Winter und Übergangszeiten. Auch kleinere Stücke (z. B. Gürtel, Krawatten) und größere Teile (z. B. Mäntel, Kleider) sollten vorab separiert werden.

3. Prioritäten setzen
Platzieren Sie Ihre Lieblingsstücke in Augenhöhe. Weniger genutzte Kleidung (z. B. die Skihose) darf weiter oben bzw. hinten gelagert werden.

4. Mehr Flexibilität im Schrank
Mobile Schrankausstattung, wie ein ausziehbarer Hosenhalter oder ein ausschwenkbarer Kleiderlift, gewährleistet Übersicht und optimale Platznutzung. Wer beispielsweise Anzug-, Kostüm- und Freizeitstoffhosen statt zu stapeln lieber knitterfrei, handlich und in Reihe geordnet aufhängen möchte, wird den beweglichen Hosenhalter lieben. Für eine zusätzlich benötigte Kleiderstange kann des Weiteren der Kleiderlift vorübergehend herausgeschwenkt und mit Bügeln (z. B. für Gästejacken) versehen werden.

5. Luftig sollte es sein
Die vielleicht wichtigste Regel: Verzichten Sie auf zu hohes Stapeln und Stopfen. Luftigere Zwischenräume lassen Schränke automatisch aufgeräumter wirken.

6. Laufwege durchdenken
In einem großen Schrank haben Sie Ihre Kleidung bereits dicht beieinander. Trotzdem sollte vor dem Einräumen der Fächer noch einmal an die Reihenfolge beim Anziehen gedacht werden. Auch gilt: Nach Kleidungsstücken, die man täglich wechselt, sollte man sich nicht bücken oder strecken müssen.

7. Wohin mit den Schuhen?
Häufig genutzte Paare sind auf ausziehbaren Schuhgittern schnell greifbar. Weniger getragene Schuhe finden in Boxen einen staubgeschützten Platz.

8. Apropos Staub
Was offen liegt, erhält irgendwann eine Staubschicht. So ist beispielsweise festliche Kleidung mit einem Schutzüberzug (Kleidersack) besser aufgehoben.

9. Schick und knitterfrei
Stangenhalter an Türinnenseiten sowie ausziehbare Krawatten- und Gürtelhalter ermöglichen ein knitterfreies und geordnetes Aufbewahren von Stoffaccessoires (z. B. Halstüchern). Bei Bedarf kann auf einem Stangenhalter aber auch die Lieblingskette, der Bikini oder das Haarband aufgehängt werden.

10. Ab an den Haken
Dreh- und Klapphaken sind ein Must-have, wenn Sie ein besonderes Kleidungsstück kurzzeitig exponiert aufhängen möchten. Unser Tipp: Stellen Sie Ihr Outfit für den nächsten Tag schon am Vorabend zusammen und halten Sie es auf einem mobilen Haken bereit. So starten Sie zügig und bestens vorbereitet in den Tag.

11. Wozu Ablagekörbe?
In einem Ablagekorb lassen sich die unterschiedlichsten Dinge sammeln. Nichts rollt ungeordnet im Schrank umher – dem Korb sei dank. Als Sammelfach für saisonale Stücke wie Mützen, Handschuhe und Schals oder für Basecaps und Sonnenbrillen sind Ablagekörbe einfach unschlagbar.

12. Auszugsböden – Utensilien, wie auf dem Tablett serviert
Auszugsböden mit Relingsystem präsentieren nebeneinander gelegte Einzelstücke (z. B. festliche Hüte oder Seidenhandschuhe) schnell und übersichtlich. Auch aufgelegte Colliers oder Taschenuhren werden wie beim Juwelier in Szene gesetzt. Ob für das seidene Schultertuch oder die kleine Dirndl-Tasche, ein Auszugsboden gewährt Ihnen im Handumdrehen einen Blick auf Ihre besonderen Accessoires.

13. Alles im Kasten
Schubkästen erlauben einen schnellen Blick von oben und vermeiden langes Wühlen in hinteren Schrankbereichen. Mit Trennkreuzen innerhalb des Kastens bleiben kleine Stücke (z. B. Socken und Unterwäsche) gut sortiert. Für edle Dessous, Manschettenknöpfe oder eingerollte Krawatten erweisen sich Schubkästen mit durchdachter Inneneinteilung deshalb als praktische Möglichkeit, besondere Stücke separat und geschützt unterzubringen

14. Mehr Platz für Taschen
Im Schrank bietet sich der untere Bereich (z. B. unter Schubkästen) für Taschenfächer an, weil deren Gebrauch seltener wechselt. Es gilt: Nach Dingen, die weiter unten lagern, muss sich gebückt werden. Weniger genutzte Taschen und Reisegepäckstücke sind hier also gut aufgehoben.

15. Lichtblicke schaffen
Auch beim Kleiderschrank sollte ein gutes Lichtkonzept bedacht werden. Lichtleisten und Spots erhellen das Innenleben Ihres Schrankes.

16. Spieglein, Spieglein
Wie praktisch, wenn man schon bei der Kleiderwahl einen Blick in den Spiegel werfen kann! Ein weiterer Vorteil: Spiegel lassen begehbare Schränke und Ankleideräume optisch größer erscheinen.

17. Eine Frage des Bügels
Achten Sie bei Kleiderbügeln auf angeraute Bügeloberflächen, damit einem Herunterrutschen von Kleidungsstücken vorgebeugt wird.

18. Oh, es riecht gut
Wird ein Raumduft in einem Schrankfach aufgestellt, ist die Kleidung nicht nur gut geordnet, sondern riecht auch angenehm frisch.

19. Mobiles Treppchen
Ein kleiner, handlicher Stufenhocker bietet sich nicht nur als Sitzplatz an, sondern auch, um ruckzuck die oberen Schrankfächer zu erreichen.

20. Einen Experten befragen
Nolte-Fachhändler sind beim Ausmessen bzw. bei der optimalen Schrankplanung behilflich und stehen Ihnen gern beratend zur Seite

Eine Übersicht von nützlichem Zubehör von Nolte finden Sie hier.


Text von Michaela Richter - Journalistin für Architektur & Wohnen aus Dresden